Meine Definition des Begriffs Privileg

Dankeschön, i heart digital life. Ich wurde durch diese Diskussion (in den Kommentaren) zu einer neuen Definition inspiriert.

Wer sie noch nicht kennt, lese bitte noch mal kurz meine Definitionen von Macht und Gewalt. Danke. Jetzt kann es auch mit der heutigen Definition losgehen.

Privileg = Das Potential sich gewalttätig zu verhalten ohne dass das für das jeweilige Individuum in den daraus folgenden Konsequenzen eine Veränderung seiner Macht darstellt
Hierzu könnte man beispielsweise das Beispiel eines Menschen nennen, der anderen Menschen wärend seiner Arbeitszeit in unerwünschter Weise auf Körperteile schaut und dafür in keinster Weise zur Rechenschaft gezogen wird.
Was haltet ihr von dieser Definition?

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2 Antworten zu Meine Definition des Begriffs Privileg

  1. Jakob schreibt:

    Ich hoffe es ist in Ordnung, wenn ich hier mal laut mitdenken. Wenn ich deine Definitionen von Macht und Gewalt in die Definition eines Privilegs einbaue und Potential durch Möglichkeit ersetze, komme ich etwa zu folgender Definition:

    Privileg ist die Möglichkeit, anderen die Möglichkeit zu entziehen, ihre eigenen Interessen durchzusetzen, ohne selber die Möglichkeit einzubüßen, die eigenen Interessen durchzusetzen.

    So gesehen finde ich deine Definition ziemlich interessant: es kommt nämlich heraus, dass es bei einem Privileg gerade kein Gleichgewicht gibt. Ohne Privileg gäbe es zwar u.U. noch immer Möglichkeiten, die eigenen Interessen auf Kosten anderer durchzusetzen, aber dies würde die Möglichkeit einschränken. Durch Privilegien ist Macht also keine Währung sondern gilt absolut.

    Allgemein wird Privileg eher als Möglichkeit verstanden, etwas zu tun das anderen verwehrt wird. Diese Definition blendet jedoch die Beziehung zwischen Privilegierten und Benachteiligten völlig aus. Vielen Dank für die Anregung!

    • Laut mitdenken ist ausdrücklich erwünscht.
      Dass es kein Gleichgewicht gibt wollte ich auch explizit ausdrücken. In feministischen Kontexten wird auch gelegentlich von Machtgefälle gesprochen. Meine Definition hat, dass Privileg etwas ist was nicht alle haben, tatsächlich außen vor gelassen. Allerdings finde ich das in dem von mir meist verwendeten Zusammenhang, nämlich von priviligierten und weniger/nichtpriviligierten oder sogar unterdrückten Gruppen zu sprechen, auch nicht notwendig weil es in der Art der Formulierung ausgedrückt wird.

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