Elter // geschlechtersensible Sprache

*grübel, grübel* Ja, grübeln, das tu ich oft und manchmal auch gern. Ein Grübel-Thema ist bei mir immer wieder „Wie kann ich dieses oder jenes so ausdrücken, dass es allen Gendern gerecht wird?“

Darüber werde ich in Zukunft immer mal wieder bloggen und zum Beispiel Wörter vorstellen, die ich nützlich finde. Ihr könnt in den Kommentaren gerne mit mir die Vorschläge diskutieren und bei Nichtgefallen bessere Vorschläge machen.

 Heute kommt „Elter“.

Elter, das = Wort, das anzeigt, dass ein Mensch Kinder hat. Mehrzahl: Eltern, die.

Es ist also der geschlechtsneutrale Begriff für „Mutter“ oder „Vater“. Darauf gekommen bin ich, weil ich ausdrücken wollte, dass ich keine Kinder will. Und das dieses „ich will keine Kinder“ auch nicht bedeutet, dass meine Freundin die Rotzbalge süßen Kleinen austrägt. Wenn ich nämlich „Ich werde nicht Mutter.“ sage, gehen viele davon aus, dass ich für mich biologische Mutterschaft ablehne. Und dann muss ich noch mal sagen: „Nein, ich will auch keine Kinder, wenn meine Freundin sie austrägt.“ Stattdessen könnte ich auch „Ich werde nicht Elter.“ Sagen.

Das Problem an „Elter“ ist, dass es ähnlich klingt wie „älter“ und es daher leicht zu Verwechslungen kommen kann. Habt ihr also bessere Ideen?

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2 Antworten zu Elter // geschlechtersensible Sprache

  1. Khaos.Kind schreibt:

    Ich finde „Elter“ ein schwieriges Wort. Eben, weil es verbal im deutschsprachigen Raum irreführend ist.
    Was ist an Mutter/Vater ausschließend? Kommt das aus der queeren Kritik?
    Wieso sollte es dann „Elter“ und nicht wie bisher „Elternteil“ heißen? (zumindest Erzeugende braucht ein Kind zwei)

    Gut, in Österreich (wahrscheinlich auch in Deutschland) darf ein Kind nur eine Mutter und nur einen Vater haben. Das ist anscheinend in den USA etwas offener. Da kann ein Kind auch Mütter oder Väter haben. Aber das hat eher mit Heteronormativität und weniger mit Genderdualität zu tun.

    Darf ich fragen, warum du überhaupt sagen musst, dass du nicht Mutter werden willst? Reicht es nicht zu sagen, du möchtest keine Kinder?
    (und um ein anderes Thema anzustoßen: Oft wird ja „ich will keine Kinder“ mit „ich mag keine Kinder“ gleichgesetzt, wobei ich genug Menschen kenne, die keine eigenen Kinder wollen aber kein Problem haben die anderer privat oder beruflich zu betreuen)

    Ach ich schweife ab… ;)

  2. lesbomat schreibt:

    Ich find „Elter“ ganz lustig, ich möchte nicht eltern, vielleicht auch als Adjektiv verwendbar? Wäre auch für die Heten hilfreich im Sinne der gerechten Verteilung der Pflichten, denn wenn man nicht Vater und Mutter sagt, denkt man auch nicht an Karriere versus Küche.

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