„SCHLAMPE!“

XYZ, ich schreibe das für dich! TRIGGERWARNUNG: Vorsicht, dieses Posting enthält sexuell explizites Vokabular

Schlampe, dein Rock ist zu kurz. — Schlampe, du hattest Sex mit einem, mit dem du keine Beziehung führst.  — Schlampe, du hattest Sex. — Schlampe, deine Brüste wabbeln hin und her, wenn du dich so bewegst. — Schlampe, du hast an Sex gedacht.  — Schlampe! — Schlampe, du hast masturbiert. — Schlampe, du hast einen tiefen Ausschnitt an. — SCHLAMPE!

Wie oft wurde ich schon als Schlampe bezeichnet? Als Bitch, als Fotze, als „Mädchen, dass es nicht besser verdient“? Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, ich wurde immer dann als Schlampe beschimpft, wenn ich (unter anderem sexuell) selbstbestimmt gehandelt habe. Also ist Schlampe ein Synonym für „selbstbestimmt handelnde Frau – auch in Bezug auf sexuelles Handeln“. Du hältst mich für eine Schlampe? Oh, Danke für das Kompliment! Ich bin eine Schlampe! Ich ziehe gern an, was ich will. Ich ficke gern, wen ich will. Ich mache gerne neue sexuelle Erfahrungen. Ich bewege mich gern, wie ich will. Ich bin eine selbstbestimmte Frau/Femme und ich bin verdammt stolz darauf. Dass du mich beleidigst, wenn ich es tue, wenn ich ficke wen ich will, bestärkt mich nur darin, weiterhin zu tun was ich will. Und stolz auf mich selbst zu sein. Denn ich bin stärker als die, die mich davon abhalten wollen zu sein, wer ich bin.

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XX und XY // geschlechtersensible Sprache

Es gibt da ja so eine ganze Menge verschiedener Geschlechter. Ich kenne zum Beispiel Butches, Trans*männer, Femmes, Männer, Frauen, Tomboys und noch ganz viele andere, die nicht wissen, wie sie sich nennen sollen.

Ein paar von den Frauen die ich kenne sehen so aus, als hätten sie zwei X Chromosomen. Und ein paar von den Männern die ich kenne sehen für mich so aus, als hätten sie ein X und ein Y Chromosom. Aber ansonsten wurde da ganz lustig bunt gewürfelt, wer welche Chromosomen hat.

Trotzdem wurde ja ein ganz komischer Sprachgebrauch entwickelt. Im allgemeinen Sprachgebrauch geht das im Moment, wie euch bestimmt schon aufgefallen ist, so: Menschen mit zwei X-Chromosomen = Frauen. Menschen mit einem X- und einem Y-Chromosom = Männer. Das finde ich restriktiv und daher nervig. Deshalb rede ich von Menschen mit XX- oder XY-Chromosomen, wenn ich sie meine. Ich verwende „Männer“ oder „Frauen“ nicht synonym dazu. Das ist halt was anderes.

Für mich ist das eine Möglichkeit, sexistischen Denkweisen zu entgehen.

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girlfags, they’re so genderfucking queer!

*klonk* Ich stolperte soeben über eine Seite, die mich begeisterte. Es ging um schwule Mädchen bzw. Frauen. Und es wurden beim Lesen mal wieder intellektuelle Herausforderungen an mein heterosexistisch arbeitendes Hirn gestellt, dass es die reinste Freude war. Vielerorts verwendete Normen lösen sich auf dieser Seite einfach in Luft auf. Schwul sein hat jedenfalls nicht viel damit zu tun, ein Mann zu sein. Schwul sein können alle Gender. Das können wir uns mal fett hinter die Ohren schreiben.

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Händchen halten gegen Homophobie

Was ich mir wünschte, was Menschen tun würden wenn homophobe Sprüche kommen. Nicht diskutieren, ob das jetzt homophob war. Nicht diskutieren, ob die Betroffenen darüber hinwegsehen sollten. Einfach überhaupt nicht diskutieren.
Nein, einfach aufstehen und ein liebevolles Zeichen gegen Homophobie setzen.

Dieses Video stammt von BeLong To, einer irischen Organisation, die sich für die Rechte von LSBT* einsetzt.

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Wer schön sein will muss lachen.

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Lieblingsbuch des Tages: „Gedanken lesen“

Tschuldigung, aber der Titel ist Schrott. Das tut mir sowohl für den Autor als auch für euch Leid. Ich habe das Buch bisher immer nur aufgeschlagen, um zu überlegen, ob ich es weggeben soll oder nicht. Unter anderem, weil der Titel doof ist. Heute habe ich mal mein Bücherregal aufgeräumt und habe es dabei aufgeschlagen. An einer interessanten Stelle. Mit lesen habe ich aufgehört, weil ich euch von dem Buch erzählen wollte.

Was ist daran toll? Es ist leicht zu lesen. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden anhand von Beispielen in den Text gebettet. Außerdem spricht es über Trauma und andere menschliche Schwierigkeiten in einem dermaßen undramatischen Ton, dass es für Menschen wie mich die wahre Freude ist. Schließlich sind Traumafolgen für mich Alltag, und sie zusätzlich zu dramatisieren nervt mich bloß.
Um was geht es denn eigentlich? Das habe ich auch noch nicht so ganz herausgefunden. Im Großen und ganzen interessiert sich der Autor dafür, wie psychische Probleme tatsächlich geheilt werden können. Er schreibt ständig über gesunde und ungesunde Bindungsformen, Trauma, Empathie und Menschen die mit ihren Problemen fertig geworden sind.
Mein Lieblingssatz:„Die Diagnose PTBS wurde erfunden, um die Leiden des Vietnamveteranen zu erklären; doch damit schob man das Element des Krankhaften dem Veteranen zu und nicht der Kultur, die ihn in einen sinnlosen und nicht zu gewinnenden Krieg geschickt hatte.“
Titel und Autor? Gedanken lesen Erkennen, was andere denken und fühlen, Michael Moskowitz
Ich muss zum Titel noch anmerken, dass dieses vermeintliche „Gedanken lesen“ vermutlich Empathie auf reißerische Art beschreiben soll.
ISBN?978-3-492-25350-5

Ich lese jetzt weiter.

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more lovely femmeness

This is a very sexy femme shark manifesto. I love it. My favourite sentence is „We used our stilletos as weapons at stonewall.“

I also love the idea to publish a german and english spoken zine about femininity in queer contexts. You can participate, deadline is 23rd may. It’s been initiated by Berlin Femme Mafia.

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